Samstag, 8. Dezember 2012

Tach, Post!

Als ich aus der Post rauskam,
war die Schlange der Wartenden noch länger...

Immer wieder herrlich, besonders vor Weihnachten: Riesenschlange stehen bei der Post. Da ist man schon vorsorglich so autark wie möglich und lässt alle Sendungen an die Packstation (obwohl das nach den letzten Optimierungen auch nicht mehr so optimal funktioniert, aber das ist eine andere Geschichte) oder in die Agentur liefern, verschickt alles über Hermes und dann verirrt sich doch mal eine Sendung an den Ort des Schreckens: die Hauptpost. Mist!
 

Freitagabend (7. Dez) lag eine Benachrichtigungskarte vom 5. Dez (finde den Fehler) in meinem Briefkasten. Abholungsort: Hauptpost. Da deren Öffnungszeiten von 9 – 18 Uhr genau in meinen Arbeitszeiten liegen, musste ich also heute los: an einen Samstag vor Weihnachten (Öffnungszeiten am Samstag: 9 – 13 Uhr). Na bravo.

Ich hatte aber unfassbares Glück und stand nur 15 Min. bei -5 Grad in der eisigen Kälte, bevor ich ein Teil der inneren Schlange werden durfte. Hier war es wenigstens warm, um auch das Positive mal zu erwähnen. Für die Quote, versteht sich. 45 Min. anstehen im Heide Park, um am Ende mit einem rasanten Adrenalinkick belohnt zu werden: ja! Aber bei der Post? Nö!

Ein Adrenalinkick der ganz anderen Art erwartete mich dann mit Sichtfeld auf die Schalter: Ganze 3 (!) von 5 möglich zu besetzenden Schalter waren geöffnet. Ich sach ma: tach, Post! Aber ich hatte wieder Glück: das Entertainmentprogramm der anderen Wartenden ließ keine Wünsche übrig. Direkt vor mir ein Unmutbekundender Herr, der ständig um Aufmerksamkeit heischend Kommentare über die Lage abgeben musste. Auch zu mir drehte er sich immer wieder um, da ich doch sicherlich nur drauf gewartet habe, mit ihm in Kontakt zu treten. Sowas kann ich aber stoisch ignorieren; solche Typen wird man ja nicht wieder los – und die Schlange war noch lang. 

Sein Opfer war dann die Dame vor ihm, die überraschender weise begeistert mit mukiert hat. Als dann eine Frau vom Schalter zum Ausgang wollte, rief der Herr ihr hinterher: „Das war aber nicht ganz richtig!“ Woraufhin die Frau ihren Mantel aufschlug, auf ihr Babybäuchlein zeigte und entschuldigend sagte, dass sie nicht lange stehen kann. Daraufhin die Dame vor dem Herrn: „Ach so, schwanger sein ist heutzutage eine Krankheit!“ Damit wurde die Stimmung noch mal richtig angeheizt. Man kann sich dem ja auch nicht entziehen; steht man doch beengt und reden die Beteiligten laut.

Nach einer guten Stunde war ich letztendlich auch mal an der Reihe und wurde dann doch noch belohnt: mit einem Nikolausgeschenk von Petra & Papa! Das Frieren und Warten hat sich gelohnt: Herzlichen Dank noch mal auch auf diesem Wege. Ich habe mich RIESIG gefreut. 

Und die Ironie an der Geschichte ist der Inhalt des Geschenks: Ein Lavendel-Entspannungsduschgel sowie zwei Relaxing-Kerzen. ;-)

Kommentare:

  1. Hi hi.....mußte schon nen bißchen lachen:-)
    Liebe Grüße claudi

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  2. War als Erzählung schon klasse, aber schön aber noch mal nachzulesen und sogar ein Bild zur Veranschaulichkeit :-D

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  3. Da triffst du bei mir ins Schwarze. Nie wieder Deutsche Post. Seit der Umstellung (sollte eine Optimierung für die Sicherheit sein), kommen meine Pakete in der Packstation nicht mehr an. Bzw. ich krieg keine Nachricht und der Absender das Päckchen zurück mit dem Hinweis ich hätte es nicht abgeholt. Ich bin total genervt. Nur noch Hermes!

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  4. Diese Problematik hatte ich auch schon ein-, zweimal: Die Sendung liegt in der Packstation - ich bekomm aber keine Benachrichtigung.
    Und seit dieser Optimierung des Menüs, geht teilweise nix mehr: Sendungen kommen zwar an, aber der Touchscreen reagiert nicht mehr richtig. Eine absolute Verschlimmbesserung. ;-)

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