Dienstag, 11. Dezember 2012

Hello, my Name is


"Hello My Name is Strawberry Cheesecake." Guten Tach, hoch erfreut. Diese neue Schokoladensorte von Lindt sprach mich regelmäßig persönlich im TV an. Dazu noch die provokante Frage "Is it me you're looking for?" JAHA, ich hab's verstanden. Bleib noch eine Weile im Süßigkeitenregal, ab dem 11. Dezember biste fällig. 

Und dann war er plötzlich da, der große Tag: 3 Monate zuckerfrei! Das sollte mit einem kulinarischen Zuckerschock mit der o. e. Schokolade stattfinden. Ich hatte keinen Janker auf etwas Süßes, wollte, nein musste, aber diese verführerisch klingende Schokoladensorte unbedingt heute probieren. Und keinen Tag später.

Der erste Bissen war einfach nur süß. Naja, meine Geschmacksnerven haben sich verändert. Egal, noch'n Stück, dann wird's schon. Strawberry Cheescake liebe ich. Und Schokolade sowieso. Beides zusammen: großartig! Ein Hoch auf den kreativen Chocolatier. 

Der zweite Bissen schmeckte immer noch unangenehm süß. Und was noch viel schlimmer war: so überhaupt nicht nach Strawberry Cheesecake. Was waren da für boshafte Mächte am Werk. Und dafür hatte ich mich aufgespart? Um ganz sicher zu gehen, aß ich noch ein drittes Stück.

Bäh! Das ist doch Yogurette in noch süßer! Zwar nicht himmlisch joghurtleicht, aber dennoch eindeutig Yogurette. Teufelswerk! Wie hat die sich mit ihren dicken Riegeln in das Lindt-Cover reinpressen können? Meine Kollegen hat's gefreut, ich war enttäuscht. So hatte ich mir meinen Ausflug in die Welt der süßen Zuckerfreuden nicht vorgestellt. Zum Glück sollte es am Nachmittag noch selbstgemachte Brownies geben.

Es gab zweierlei Sorten Brownies: mit M&Ms und mit Buttercreme. Ich aß jeweils ein Ministück. Lecker. Aber da ich nicht wirklich Appetit auf Süßes hatte, reichten mir die beiden Ministücke. Die von früher gewohnte Gier nach mehr blieb aus.

Diese Genüsse in Summe sollten jedoch noch bis in die Nacht mit Bauchweh anhalten. Oh, du fröhliche.

Bis Ende des Jahres werde ich noch mal ein paar wenige Versuche mit Zucker in Form von Süßigkeiten wagen. Ansonsten bin ich – so seltsam das auch klingen mag – ganz froh über meine physische Reaktion darauf. Von anderen Erfahrungsberichten weiß ich, dass die Zuckerfalle schneller wieder zuschnappt, als einem lieb ist.

Ich bin stolz darauf, 3 Monate geschafft zu haben. Jetzt lasse ich das Jahr mit ausgewählten Zuckerfreuden ("Hoffentlich kommen die noch", sprach das Teufelchen. "Ach nee, lieber nicht", erwiderte das Engelchen) ausklingen und ab Januar geht es dann zuckerfrei weiter. Wenn auch nicht mehr ganz so streng, da darf es dann auch mal wieder ne Tiefkühlpizza sein.

Kommentare:

  1. Ach herrje, die Enttäuschung kann ich mir vorstellen. Sowas. Also lieber auf Dinge freuen und konsumieren, die man schon kennt ;-)

    Aber irgendwie doch auch toll, dass Du scheinbar gar keine richtige Lust mehr auf Zucker hast. Und das in der Weihnachtszeit...wenn ich da gestern an mein Tiramisu zum Nachtisch denke...oder die Schokomuffins auf Arbeit...oder den selbstgemachten Marzipanstollen...argh! Ich könnte es defintiv nicht. Respekt!

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  2. Danke! Bin mir selbst auch etwas unheimlich...du kanntest ja meinen Süßigkeitenkonsum.

    Ich probiere ja gern neue Leckereien aus - aber ich glaub, ich greif jetzt (wenn überhaupt) lieber auf alt bewährtes zurück. ;-)

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