Sonntag, 9. September 2012

Jetzt geht's los!


Seit Jahren schon fühle ich mich als 13. Tierkreiszeichen: Naschkatze mit Aszendent Zucker. Ich könnte mich von morgens bis abends fast nur von Süßigkeiten aller Art ernähren (besonders Lakritz und gute Vollmilch-Schokolade) und esse sogar weiter, wenn ich schon satt bin bzw. mir der Appetit vergangen ist. Es gibt keinen Tag, an dem ich ohne Süßigkeiten auskomme. Mir geht es physisch gut; sogar meine Blutwerte sind top. Aber mental quält es mich seit langem, dass ich in Punkto Süßigkeiten nicht Herr der Lage bin. Dieser Zwang, Süßigkeiten essen zu "müssen" deprimiert mich.

Es ist dieser absolute Kontrollverlust, der mir zu schaffen macht. Ich möchte naschen, aber mit Genuss und ohne Reue/Schuldgefühle; auch mal eine angebrochene Tüte liegen lassen können. Ich möchte ab und zu was Süßes genießen und nicht täglich Süßes essen müssen. Ob und wann mir das Gelingen wird, weiß ich nicht. Aber einen ersten Schritt mache ich jetzt!

Ich möchte vorerst drei Monate auf Zucker verzichten (in welcher Form folgt weiter unten); ausgelöst durch den Artikel im aktuellen Spiegel "Droge Zucker". Das Zucker nicht gesund ist, ist ja bereits bekannt. Und immer bekannter wird, dass Zucker auf das Gehirn wie eine Droge wirkt und somit Gift ist (Ist Zucker Gift?).

Also möchte ich ein Experiment wagen und gucken, ob ich es wirklich schaffe, drei Monate auf Zucker zu verzichten.

Meine 5 Steps zum Start:

1. Bewusstmachen, welche Produkte Zucker enthalten (z. B. Senf, Ketchup, Gewürze, Pesto, Fertiggerichte etc. Ich war überrascht, dass sogar Gemüsebrühe und geräucherter Lachs Zucker enthalten)

2. Alle zuckerhaltigen Lebensmitteln aus meiner Wohnung verbannen (auch, wenn sie noch länger haltbar sind und ich sie nach den drei Monaten noch verzehren könnte; meine Freunde haben sich über die vielen Gaben sehr gefreut)

3. Überlegen, auf welchen Zucker ich verzichten möchte. Ich werde vorerst nur auf den raffinierten Zucker verzichten. Obst, Milch- und Weißmehlprodukte, Honig, Agavensirup, Stevia und Zuckeraustauschstoffe esse ich weiterhin. Im ersten Schritt geht es mir primär um die Süßigkeiten.

4. Los geht's — ab Mo, 10.09.2012

5. Durchhalten — es ist temporär. Zwei Wochen habe ich Anfang des Jahres schon mal geschafft - nun werde ich drei Monate schaffen. Tschakka!


Was danach ist, kann ich noch nicht sagen. Mache ich so weiter? Gehe ich noch einen Schritt weiter und verzichte auf Obst, Agavensirup und Honig? Oder noch weiter und verzichte auf Milch- und Weißmehlprodukte? Oder mache ich einen Schritt zurück und erlaube mir wieder Zucker in Fertigprodukten? Ich weiß es nicht. Erst mal die drei Monate schaffen und dann sehe ich weiter.

Ketzerisch könnte man sagen: Wenn Zucker eine Droge ist und ich somit süchtig bin, darf ich damit nicht wieder anfangen. Das stimmt. Aber ich würde diese Droge nicht auf eine gleiche Stufe wie z. B. Alkohol setzen.

Mir geht's in diesem Blog nicht darum, andere zu belehren oder aufzuklären. Jeder muss selbst wissen, was für ihn richtig ist. Ich möchte einfach nur meine Erfahrungen teilen und freue mich über Mitstreiter, Feedback, Tipps etc. 

Los geht's! :-)


Kommentare:

  1. Finde es ja sehr bewundernswert sich damit so auseinander zu setzen. Ich könnte das nicht - nicht den Verzicht und schon gar nicht überall schauen und prüfen ob ich das nun essen darf oder nicht und dann noch Alternativen finden. Hut ab und weiter so!

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  2. Gefällt mir besonders: " Seit Jahren schon fühle ich mich als 13. Tierkreiszeichen: Naschkatze mit Aszendent Zucker." Aber ich sage dir: Du bist nicht alleine ;)

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  3. Hallo, und hast du die drei Monate geschafft?

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    1. Ja. Ich bin schon wieder mittendrin bei der zweiten Challege "3 Monate zuckerfrei" (siehe aktuellere Posts). :-)

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